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Quelle: hno-aerzte-im-netz.de

Behandlung des Lagerungsschwindels

 Schwindel - die häufigsten Formen

Je nach Ursache und Auftreten gibt es unterschiedliche Formen von Schwindel. Deren genaue Abklärung und Diagnose ist enorm wichtig - allen voran, um eine adäquate Behandlung durchführen zu können.

Lagerungsschwindel
Wie der Name bereits andeutet, tritt der Lagerungsschwindel überwiegend bei Lageveränderungen des Kopfes auf – beispielsweise beim Seitwärtsneigen des Kopfes oder beim Umdrehen des Nachts im Bett. Typisch für den Lagerungsschwindel sind die sehr kurzen, meist nur für Sekunden bestehenden Schwindelanfälle. Dabei erscheint es den Betroffenen, als würde sich ihre gesamte Umgebung schnell um sie drehen. Dazu gesellen sich meist noch Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen sowie Angstempfindungen.

Hintergrund des Lagerungsschwindels ist die so genannte Canalolithiasis. Dabei haben sich von den Sinnesfeldern der Vorhofsäckchen winzige Kalzitsteinchen gelöst, die dann in die Bogen-gänge verlagert werden können. In der Lymphflüssigkeit schwimmend. reizen sie mit ihrem Gewicht die Sinneszellen in den Bogengängen und lösen damit fälschlicherweise Aktionspotenziale (Drehschwindel) aus. Diese übermitteln dem Gehirn dann Informationen, die nicht mit der tatsächlichen Körperlage und aufgenommenen Sehreizen übereinstimmen. Auf diese Weise kommt es schließlich zu dem typischen Drehschwindel.

Die Ablösung der Kalzitsteinchen und Verlagerung in der Bogengänge tritt nach Kopfverletzun-gen, aber auch im Zuge des Alterungsprozesses auf – der Grund, weshalb diese Schwindelform bei älteren Menschen wesentlich häufiger ist als bei jungen. Der Peak liegt zwischen dem 60. und dem 80. Lebensjahr, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Ein aktives „Befreiungsmanöver“ kann den Patienten schnell von den Beschwerden erlösen.Der zwar ebenfalls unangenehme, aber harmlose Lagerungsschwindel verschwindet sonst auch binnen einiger Wochen bis Monate wieder von allein.

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